Opel Magazin: Back in Time

Der Traum vom Raum.

Der neue Astra Sports Tourer trifft auf den Trendsetter in Sachen Kombi, den Rekord A Caravan von 1963.

Astra ST

Im roten Bereich: Fast 50 Jahre Lust und Last liegen zwischen dem aktuellen Astra Sports Tourer und seinem Vorgänger im Geiste, dem eleganten Rekord A Caravan von 1963. Zehn Jahre zuvor hatte Opel den ersten Caravan vorgestellt.

Gut aussehend, modern angezogen, voller frischer Ideen, mit Sinn fürs Praktische, einer, der anpacken und einpacken kann – wer hätte nicht gern einen Begleiter solchen Formats? 1963 heißt er Rekord Caravan, im Jahr 2011 hört er auf den Namen Astra Sports Tourer. Der Name des Astra mit Kombiheck ist neu, die Stärken und Tugenden sind die seiner Vorgänger: moderne Technik, viel Platz und aufregendes Design.

Als Opel im März 1963 den neuen Opel Rekord vorstellt, stehen die Zeichen auf Zukunft. Der Schritt vom verspielt wirkenden Rekord P2-Vorgänger zum sachlich und modern gestylten Rekord A ist ein großer; wie um alte Zöpfe abzuschneiden, fällt die 1935 eingeführte, alt bekannte Modell-Bezeichnung Olympia weg und findet sich nur noch als Schriftzug auf dem Deckel des Handschuhfachs wieder.

Die glatte, schnörkellose Karosserie mit ihrem großzügigen Raumangebot steht für eine neue Formensprache, nur das umfangreiche Modellprogramm der Rekord-Baureihe ist so umfassend wie eh und je: Neben der zwei- und viertürigen Limousine mit und ohne Luxusausstattung stehen der Caravan und ein sportliches Coupé mit 1,5- und 1,7-Liter-Vierzylindermotoren zur Auswahl.

Record

Prestigeobjekt: Gepäckreling, Radio und Uhr, viel Raum, viel Chrom. Der Rekord A bot jede Menge Platz zu bürgerlichen Preisen.

Mit dem 100 PS starken 2,6-Liter-Sechszylinder des Opel Kapitän wird der „Rekord 6“, 1964 als Limousine und Coupé vorgestellt, zum ersten Sport-Rekord. 170 km/h Spitze, das sind Sportwagenwerte! Der Komfort kommt auch nicht zu kurz. Die Werbung sagt es so: „Ein Rekord mit Rennmotor? Unmöglich – dafür ist er viel zu leise.“

Der stille Star der Baureihe ist allerdings der Rekord Caravan. Seit 1953, dem Jahr eins der großen Caravan-Historie, führt Opel als erster europäischer Hersteller diese Kombination aus Personen- und Lieferwagen im Programm und wird damit zum Vorreiter der schnell in Fahrt kommenden Kombi-Bewegung. Der erste Olympia Rekord ist ein Dreitürer in moderner, rundlicher Pontonform und verbindet die Vorteile einer Limousine mit den praktischen Vorzügen eines Kastenwagens.

Weißwandreifen, Nebelscheinwerfer und eine verchromte „Gepäckgalerie“ sorgen beim Raumwunder aus Rüsselsheim für Luxus, wo sonst nur Laderaum gefragt ist. Klar gezeichnet und großzügig geschnitten ist der Rekord Caravan, fünf Insassen plus Gepäck passen mühelos hinein, die Rückbank ist umlegbar. Besonders gut steht ihm Granadarot, der farbenfroheste Ton auf der Lack-Palette.

Als Nachfolger im Geiste darf der Astra Sports Tourer gelten. Elegant geformt, dynamisch motorisiert und mit einem Transportvolumen von 500 bis zu 1.550 Litern von hohem Praxisnutzen – die Idee des Caravan verpflichtet. Der neue Name ist Programm. Dynamik und Athletik stehen bei der aktuellen Design-Philosophie des Astra im Vordergrund, Benzin- und Dieselmotoren mit bis zu 180 PS lassen die Versprechen wahr werden. Neun Motoren stehen beim Astra Sports Tourer zur Wahl.

Ein gutes Dutzend Sonderausstattungen ist 1963 für den Rekord verfügbar, darunter Radzierringe (35 Mark), Vierganggetriebe (95 Mark), vordere Einzelsitze (100 Mark) und Stahlschiebedach (345 Mark). Beim Astra sind je nach Modell Tagfahrlicht, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, FlexFold-Rücksitzlehne mit Fernbedienung, Start-Stop-System und Ergonomie-Sitze serienmäßig. Innovative Ausstattungsdetails wie das FlexRide-Fahrwerk, das sich den Straßenverhältnissen und dem Fahrstil anpasst, das Adaptive Fahrlicht (AFL+) oder die Frontkamera mit Verkehrsschilderkennung zählen zu den Optionen – vor gut 40 Jahren Stoff für Science-Fiction-Romane, heute Kennzeichen eines Begleiters von Format.

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