Opel Magazin: Wellness

Fünf Handgriffe
für einen neuen Opel.

Fünf Jahre haben Andrew Leuchtmann und sein Team am neuen Sitzsystem getüftelt. Die Mühe zahlt sich aus: Der Zafira wird der Konkurrenz davonfahren.

Teamprojekt

Teamprojekt

3. Reihe, links beginnend: Gerhard Koch ist für die Funktionen des Sitzes zuständig, Reiner Schmidt verantwortet die Gesamtkonstruktion der Zafira-Sitze.

2. Reihe: Andrew Leuchtmann und Claudia Schroedter, die über die Freigabe der 600 Einzelteile des Sitzes wacht.

1. Reihe: Oskar und Jürgen Nillius, der die Zafira-Sitzbezugsentwicklung leitet.

Fünf Handgriffe sind es, die den neuen Opel Zafira abheben von der Konkurrenz. Ziehen, drücken, klappen, ziehen, schieben – dann ist aus dem mittleren Sitz der zweiten Sitzreihe eine Armlehne geworden und der Nachbarsessel so in Position gebracht, dass man mehr Platz hat. Für die Beine und den Kopf.

Andrew Leuchtmann, verantwortlich für Sitzkonstruktion bei Opel, wollte nicht weniger als „einen Paukenschlag setzen“, wie er sagt. Dem neuen Opel Zafira ein Alleinstellungsmerkmal mitgeben, das den Minivan im Rennen um die Gunst der Käufer auf die Poleposition setzt. Ihm etwas geben, das der Konkurrenz Wörter in den Mund legt wie: „Wieso haben wir das nicht?!“ 

Mit dem neuen Konzept für die zweite und dritte Sitzreihe ist ihm das gelungen. Der neue Zafira kann im Nu in einen viel Raum und Bequemlichkeit bietenden Wagen für die ganze Familie verwandelt werden. 

Seitensitzblende

900 Newton, sprich 90 Kilo muss eine Seitensitzblende an Belastung aushalten – falls jemand auf den Sitz steigt, um zum Beispiel etwas auf dem Dach zu befestigen. Zudem müssen diverse Funktionsträger in ihr untergebracht werden.

Im dritten Stock des Neubaus auf dem Opel Gelände, auf Höhe mit den Dächern der Mietshäuser Rüsselsheims, liegt das Büro von Andrew Leuchtmann und seinem 46 Personen umfassenden Team. Hell ist es, bodenlange Fenster geben den Blick bis nach Frankfurt frei, und man würde gar nicht merken, dass man sich in der Abteilung für Sitzkonstruktion befindet, stünden nicht überall Sitze, Sitzreihen und die Metallkonstruktionen der Sessel herum. 

Fünf Jahre wurde hier an dem Konzept gearbeitet, das es erlaubt, die Sitze des neuen Zafira in drei Dimensionen anzupassen. Sie in der Höhe zu justieren, nach vorn und hinten zu schieben und – und das ist neu – seitlich, sodass sich das Raumgefühl deutlich verbessert. Das Metallgestell, das den Kern eines jeden Autosessels bildet, die Elektronik, die sich im Sessel befindet, die Polsterung, Bezüge, Bedienelemente, Blenden, aber auch die Bewegungsmöglichkeiten des Sessels, die Schienen, auf denen er gleitet – jedes einzelne Element, jede Funktion, die ein Sitz bieten soll, wird hier erdacht und entwickelt.

„Eine der größten Schwierigkeiten war es, die Schienenverbindung für die Längs- und Querbewegung des Sitzes so hinzubekommen, dass die Bewegung im Fluss ist und ohne Geruckel läuft“, sagt Reiner Schmidt. Als Leiter der Zafira-Sitzkonstruktion muss der 45-Jährige es schaffen, die unterschiedlichsten Anforderungen zu erfüllen. „Für die Schienen braucht man viel Metall. Gleichzeitig soll das Auto leicht sein.“ Eine Aufgabe, die Schmidt einiges Kopfzerbrechen bereitete.

Manche Probleme sind kleiner, und dennoch ist die Lösung schwierig: In vier Varianten ist der neue Zafira erhältlich. Cosmo ist das hochwertigste Ausstattungsmodell. Die Polsterung der Sitze ist durch eine Naht in Opel Gelb besonders attraktiv. „Es war schwer, den richtigen Lieferanten für das Garn zu finden“, weiß Jürgen Nillius, der für die Bezugsentwicklung verantwortlich ist.

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